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Prophy­laxe

unerlässlich für den gesamten Organismus

Inhalt
Was können wir für Sie tun?
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Der Schutz der Zähne ist essentiell wichtig für eine langanhaltende Gesundheit Ihres gesamten Körpers. Bei längerer Zeit unbehandelten Erkrankungen wie Karies und Parodontitis können sich die daraus resultierenden Bakterien möglicherweise im gesamten Organismus ausbreiten. Das kann sogar Lungenentzündungen, Rücken- und Nackenschmerzen bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen. Außerdem kann die regelmäßige Entfernung bakterieller Beläge zu einem guten Herz-Kreislauf-System, gesünderen Gefäßstrukturen und einer Steigerung Ihrer Abwehrkräfte beitragen.

Das macht die Relevanz der Prophylaxe deutlich. Ich berate Sie deshalb nicht nur zur Zahnhygiene, sondern bei Bedarf auch in Sachen Ernährung und Mundhygiene.

Bakterien sind natürlicherweise und in hoher Anzahl in der Mundhöhle vorhanden. Unter Beeinflussung der Faktoren Zeit, Mundhygiene, bakterielle Zusammensetzung der Mundflora und für Bakterien verwertbare Kohlenhydrate, lagern sie sich auch an Zahnoberflächen an und beginnen, sich in Schichten „zu organisieren“. Derartige Beläge werden dann als Biofilm oder Plaque bezeichnet und können Stoffwechselprodukte produzieren, die Ihre Zahnsubstanz angreifen (Karies). Bakterielle Beläge sind zudem einer der Hauptfaktoren bei der Entstehung von Erkrankungen des Zahnfleischs (Gingivitis) und des Zahnhalteapparats (Parodontitis).

Haften diese Beläge zusammen mit beispielsweise Kaffee-, Tee- oder Nikotinablagerungen fest auf der Zahnoberfläche an, können sie im Rahmen der häuslichen Zahnpflege kaum mehr vollständig entfernt werden.

Aufgabe der zahnärztlichen Prophylaxe ist es, zusammen mit dem Patienten durch eine effektive Mundhygiene die bakterielle Zusammensetzung der Mundflora zu steuern und bakterielle und fest anhaftende Beläge auf der Zahnoberfläche dauerhaft zu vermeiden („Biofilmmanagement“). Sie stellt also wesentlich mehr also nur eine einfache regelmäßige Reinigung der Zähne dar und erfüllt zwei wichtige Aspekte: Zum einen die kosmetische Verbesserung und zum anderen die Gesunderhaltung oraler Strukturen. Der Vorsorgewert einer solchen individualisierten Prophylaxe ist außerordentlich hoch und trägt entscheidend zum langfristigen Erhalt der Zähne bis ins hohe Alter bei. Sie stellt deswegen mittlerweile eine der Hauptaufgaben der zahnärztlichen Tätigkeit dar.

Im Rahmen zahnärztlicher Prohylaxesitzungen (= medizinische Zahnreinigung, oft professionelle Zahnreinigung oder PZR genannt), werden zunächst mittels Schall- und Handinstrumenten alle festen Beläge von den Zähnen entfernt und anschließend die Zahnoberfläche mit einem Air Flow-Gerät und einem Pulver-Wasser-Gemisch von weichen Belägen gereinigt und poliert. Durch die Verwendung moderner Glycin-Pulvers können auch die Zahnhalsregion und die Wurzeloberfläche bis zu 3 mm unterhalb des Zahnfleischs sowie das Zahnfleisch selbst gereinigt werden. Auch die Zahnzwischenräume, die eine besondere Risikostelle für die Karies- und Parodontose-Entstehung darstellen, können so erfasst werden. Die Zahnhartsubstanz selbst bleibt durch diese schonende Vorgehensweise unbeeinträchtigt.
Zum anderen sollen Sie als Patientin oder Patient durch theoretische und praktische Anleitung zur Schaffung und zum Erhalt einer stabilen, karies- und entzündungsfreien Zahn- und Mundhöhlensituation befähigt werden. Dazu zählt nicht nur die Unterstützung des effektiven Zähneputzens, sondern bspw. die Aufklärung über die Risiken und Möglichkeiten der patientenindividuellen Ernährungsgewohnheiten, Fissurenversiegelungen oder Fluoridierung. Wichtig ist uns dabei, dass dies nicht als Abarbeitung von Vorschriften, sondern als freundliches und unterstützendes Gespräch unter Berücksichtigung Ihrer Wünsche und Möglichkeiten geschieht.

Je nach individuellem Risikoprofil und Notwendigkeit einer engmaschigen Vorsorge wird eine regelmäßige, jährliche oder halbjährliche Sitzung empfohlen. Bei vorangegangener Parodontose-Behandlung können auch drittel- bis vierteljährliche Abstände indiziert sein.

Ernährungsberatung – auf das Essen kommt es (auch) an

Eine der klassischen Säulen der Karies- und Parodontitis-Prophylaxe ist eine zuckerarme Ernährung. Daher bedarf es, vor allem bei Kindern, einer intensiven Aufklärung und Ernährungslenkung, um den schädlichen Keimen in der Mundhöhle die Lebensgrundlage zu entziehen.

Fluoridierung – macht Zähne einfach stärker

Die in den meisten Industrienationen beobachtete Verbesserung des Gebisszustandes ist vor allem auf den gesteigerten Verbrauch fluoridhaltiger Präparate im Rahmen der Kariesprophylaxe zurückzuführen. Lokal angewendete Fluoride (z. B. in Zahnpasten) spielen nicht nur eine wichtige Rolle bei der Remineralisierung der Zähne, sie beeinflussen auch entscheidend den Stoffwechsel der schädlichen Keime.

Fissurenversiegelung – damit Karies keine Chance hat

Seitenzähne besitzen auf ihren Kauflächen Fissuren und Grübchen, die bei der Mundhygiene sehr schwer zugänglich und damit kariesanfällig sind. Um einer Kariesentstehung nachhaltig vorzubeugen, können diese nach gründlicher Diagnostik mit einem Spezialkunststoff verschlossen bzw. versiegelt werden.

Mundhygiene – wissen, wie’s richtig geht

Insbesondere für Kinder ist die gute Mundhygiene wichtig. Was man in jungen Jahren lernt, wendet man ein Leben lang an.

Damit die Zähne frei von Karies und der Zahnhalteapparat entzündungsfrei bleiben, ist im Rahmen der häuslichen Mundhygiene eine regelmäßige und häufige Entfernung der Zahnbeläge mittels geeigneter Zahnbürste und Zahnseide unbedingt erforderlich. Wir zeigen Ihnen, mit welcher Technik und mit welchem Instrumentarium Sie das schaffen.